In vielen malischen Dörfern gibt es keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Menschen sind auf ungefiltertes Grundwasser aus einfachen Brunnen angewiesen. Dieses ist häufig mit Bakterien, Viren und anderen Erregern verseucht, was der Grund für gefährliche, oft ansteckende, Krankheiten sein kann. Die Dorfbewohner sind somit ständig einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt. Besonders Kinder unter fünf Jahren sind häufig Opfer von tödlichen Krankheiten. Da es in Mali für den Großteil der Bevölkerung keine Krankenversicherung gibt und das Einkommen der Dorfbewohner meistens sehr gering ist, können sich, im Falle einer Erkrankung, nur die wenigsten Menschen Medikamente, Krankenhaus- oder Arztkosten leisten. Außerdem führt die schlechte Wasserversorgung in Dörfern oft zu einer massiven Abwanderung in die Städte, wo es zu Überbevölkerung und einer hohen Arbeitslosenrate kommt. Durch den Bau von Brunnenanlagen mit Filter würden die Lebensbedingungen der Dorfbewohner erheblich steigern. Sauberes Trinkwasser wirkt vorbeugend gegen den Ausbruch von Krankheiten und Seuchen und schützt das Leben vieler Menschen nachhaltig.


Zusammenarbeit

Der Wunsch nach sauberem Trinkwasser kommt meist direkt aus den Dörfern und wird unserem Partner Paul Traore übermittelt. Paul, der regelmäßig in Kontakt mit mehreren Dorfgemeinschaften steht, überprüft die Missstände und versucht einzuschätzen, wo Hilfe am nötigsten benötigt wird. Sobald alle nötigen Daten übermittelt sind und ein Projekt fixiert ist, wird gemeinsam mit Vertretern der jeweiligen Dorfgemeinschaft der genaue Brunnenstandort ausgesucht und der Projektablauf besprochen. Die Bauarbeiten werden von einer lokalen Firma durchgeführt wodurch wir die Wirtschaft vor Ort fördern können.


Instandhaltung

Nach der Fertigstellung der Bauarbeiten wird der Brunnen an die Dorfgemeinschaft ‚übergeben‘. Es werden Verantwortliche bestimmt, deren Aufgabe es ist, sich um die Instandhaltung des Brunnens zu kümmern. Jede Familie im Dorf leistet einen monatlichen Beitrag von ca. einem Euro, der von den ‚Brunnen-Verantwortlichen‘ gesammelt und verwaltet wird. Mit diesem Geld können, bei eventuellen Gebrechen der Brunnenanlage, Reparaturkosten finanziert werden. Somit ist es der Dorfgemeinschaft möglich, selbstständig für eine langfristige Erhaltung des Brunnens zu sorgen.


Brunnenprojekt Mounzoun
Mounzoun ist ein Teil der Gemeinde Mountougoula, welches ca. 30 Kilometer entfernt von der Hauptstadt Bamako liegt. Das Dorf umfasst ca. 2000 Bewohner, deren Lebensgrundlage die Landwirtschaft darstellt. Je nach Jahreszeit werden hauptsächlich Mais, Hirse und Erdnüsse angebaut.

Die Dorfbewohner waren bisher auf ungefiltertes Wasser aus einfachen Brunnen angewiesen. Aufgrund dessen, waren die Menschen dort, vorallem Kinder, ständig einem hohen Gesundheitsrisiko ausgesetzt.

Mit der Unterstützung von „RED CHAIRity – XXXLutz“ ist es uns gelungen, eine Brunnenanlage mit Filter, sowie einer ihn vor Witterung bewahrenden Schutzmauer, zu realisieren und somit die Lebensbedingung in Mounzoun zu steigern.

Für einen ausführlichen Bericht bitte hier klicken.

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Bau eines Brunnens mit Wasserpumpe im Dorf Goro
Goro ist ein ca. 2000 Bewohner umfassendes Bambara-Dorf, das ungefähr 40 Minuten (Autofahrt) westlich von Bamako liegt. Rund um das Dorf sind Felder angelegt auf denen je nach Jahreszeit Mais, Erdnüsse, Hirse und anderes Gemüse angebaut werden. Diese Landwirtschaft stellt die Lebensgrundlage der Dorfbewohner dar. Kommt es aufgrund von Hochwasser oder Dürre zu Ernteausfällen, kann das große Auswirkungen auf die Lebensbedingungen im Dorf haben.

Mit der Unterstützung von "Wasser für die Welt" wurde im Dorf Goro eine Brunnenanlage mit Wasserpumpe sowie eine Schutzmauer gebaut, die ihn vor der Witterung bewahren soll. Bisher wurde das ungefilterte Wasser unter großen körperlichen Anstrengungen beschafft und wurde zum Trinken, Kochen und Waschen verwendet. Es war bei vielen gefährlichen Erkrankungen, zum Beispiel Typhus, die Ursache. Zwar hat man aufgrund des Wetters lange auf die Fertigstellung des Brunnens gewartet, doch war die Freude der Dorfbewohner und allen anderen Beteiligten umso größer, als das Projekt abgeschlossen wurde. Es gab eine Feier, zu welchem auch der Bürgermeister der Region und das malische Fernsehen anwesend waren.

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Reparatur des Brunnens im Dorf Dara
Durch die Reparatur der stark beschädigten Wasserpumpe haben die Dorfbewohner wieder einfachen Zugang zu gefiltertem, sauberem Trinkwasser. Zuvor musste das Wasser aus Erdlöchern mit Kübeln geholt werden.

Die Fertigstellung dieser Brunnenanlage passierte noch vor dem offiziellem Bestehen des Vereins und hat uns unter anderem dazu motiviert SABALI zu gründen.

Wasserlöcher im Dorf Dara
Das Dorf Dara ernährt sich hauptsächlich vom Anbau von Mais. Rund um das Dorf sind große Maisfelder angelegt, welche allerdings nur in der Regenzeit bewirtschaftet werden konnten. In der Trockenzeit (ca. 3/4 eines Jahres) konnten die Felder nicht genutzt werden, da zu wenig Wasser für den Anbau zur Verfügung stand. Aus diesem Grund wurden zwei tiefe Löcher, die bis zum Grundwasser reichen, gegraben. Nun ist genug Wasser zugänglich um auch während der Trockenzeit Gemüse, wie zum Beispiel Zwiebel oder Tomaten, anzubauen. Diese können später auf den Märkten verkauft werden und sichern somit den Lebensunterhalt vieler Menschen.